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Neues Thema im Programm 2019

Transformationale Führung

Der Transformationale Führungsstil ist nicht neu. Dieser Führungsstil wurde Ende 80er, Anfang der 90er Jahre von B.M. Bass beschrieben. Was ihn auszeichnet, ist die Fokussierung auf Veränderung, auf Zukunft und auf intrinsisch motivierte Mitarbeiter. Stehen beim transaktionalen Führungsstil – dem vermeindlichen Gegenpol – die Management-Aufgaben wie Ressourcenverteilung, Zielklärung, Strukturenund Entlohnung im Vordergrund, ist es beim transformationalen Führen die werteorientierte Entwicklung der Mitarbeiter. Die transformational agierende Führungskraft dient als Inspirator, Moderator, Mentor und Vorbild für die Mitarbeiter und unterstützt den Einzelnen bei seiner Entwicklung. Stärkenorientierung und Kompetenzausbau sind wesentliche Elemente, aber auch Teamlernen, Herausforderungen schaffen und Veränderungsprozesse forcieren.

Transformationale Führung ist ein Konzept für einen Führungsstil, bei dem durch das Transformieren von Werten und Einstellungen der Geführten – hinweg von egoistischen, individuellen Zielen, in Richtung langfristiger, übergeordneter Ziele – eine Leistungssteigerung stattfinden soll. Transformationale Führungskräfte versuchen, ihre Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren, indem sie beispielsweise attraktive Visionen vermitteln, den gemeinsamen Weg zur Zielerreichung kommunizieren, als Vorbild auftreten und die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter unterstützen.

Laut Bass entwickelten transformational geführte Mitarbeiter Vertrauen, Loyalität und Respekt gegenüber ihrer Führungskraft, da diese ihnen eine inspirierende Vision aufzeigten und Identität vermittelten (z. B. durch die Förderung von Gruppenzielen).Bass postulierte, dass transaktionale und transformationale Führung nicht als Gegensätze, sondern gleichzeitig in den Verhaltensweisen ein und derselben Führungskraft auftreten können und sich nicht gegenseitig ausschließen. Vielmehr bilde transaktionale Führung die Basis für eine weitergehende transformationale Führung.

Verschiedene Konzepte beschreiben günstiges Verhalten einer Führungsperson hinsichtlich einer „Transformationalen Führung“. In der Theorie von Bass werden die Verhaltensweisen einer transformationalen Führungskraft vier Kategorien (sog. „vier I’s“) zugeordnet:

Idealized influence (Vorbildfunktion): Die Führungskraft wird als integer und glaubwürdig wahrgenommen. Sie dient den Mitarbeitern als Vorbild, an dem sie sich menschlich und fachlich orientieren.

Inspirational motivation (inspirierende Motivation): Mit einer inspirierenden Vision versuchen transformational Führende, die intrinsische Motivation ihrer Mitarbeiter zu steigern. Sie können Sinn und Bedeutung vermitteln und damit deutlich machen, wofür es sich lohnt, Zeit und Energie zu investieren. Die ersten beiden Kategorien wurden anfangs auch als das Charisma einer Führungsperson bezeichnet.

Intellectual stimulation (intellektuelle Anregung): Die Führungskraft versucht, die kreativen und innovativen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter anzuregen, sodass diese sich im positiven Sinne herausgefordert fühlen, Unternehmensprozesse zu hinterfragen und zu optimieren.

Individualized consideration (individuelle Unterstützung): Die Führungskraft geht als „consultant, coach, teacher and mother figure“ (Bass, 1985) auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter ein und entwickeln gezielt deren Fähigkeiten und Stärken. Dabei gelingt es in besonderem Maße, die individuellen Bedürfnisse zu erkennen, Motive zu wecken und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Die Transformationale Führung wurde in und für Deutschland von Prof. Dr. Waldemar Pelz und seinem Gießener Inventar adaptiert.

 

DAS TRAINING

Zielgruppe Führungskräfte aller Ebenen

Teilnehmerzahl Max. 10

Dauer des Trainings 3 Tage (nach Abstimmung der Inhalte und Ziele auch 2 Tage möglich)

Trainer Christopher Begg

Inhalte des Trainings

  • Was ist transformationale Führung?
  • Vorstellung der transformationalen Führung
  • Die Säulen und Leitlinien der transformationalen Führung
  • Werte im Fokus: Führen mit Werten, Visionen und sinn-vollen Zielen statt Anweisungen
  • Intrinsische versus extrinsische Motivation
  • Haltung, Wirkung und Werte in der Führung
  • Die eigene Haltung: Bin ich ein X- oder Y-Typ?
  • Werte in der Führung: Wofür stehe ich?
  • Kulturunterschiede – Werte, Verhalten, Einstellungen, Erwartungen, Rituale und Muster
  • Die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter: Die Wirkung von Vorbild und Vertrauen
  • Die Psychologie zwischen Führungskraft und Mitarbeitern
  • Geduld, Gelassenheit, Verständnis und Erwartungshaltung
  • Selbstreflexion – so finden Sie Ihre Stärken in der transformationalen Führung
  • Authentizität wahren, um Vertrauen zu gewinnen – so entsteht charismatische Führung
  • Selbstbild / Fremdbild: Wie wirke ich auf andere?
  • Der TF Führungsstil – Methoden und Werkzeuge
  • Transformationale und/ vs. transaktionale Führung
  • Mitarbeitermotivation aktiv gestalten
  • Motivation in schwierigen oder hektischen Zeiten – Wie motiviere ich mich selbst?
  • Gemeinsame Zielsetzungen und Vision erkennen und formulieren
  • Mit Vertrauen und Werten führen – Selbstorganisation fördern
  • Entwickeln einer persönlichen Vision
  • Lösungsfokussierte und kreativitätsfördernde Fragen
  • Methoden zur Aktivierung und Inspiration ihrer Mitarbeiter
  • Führen auf Augenhöhe und formulieren von wertschätzendem Feedback
  • Selbststeuerung und autonomes Arbeiten gezielt steigern
  • Unternehmerisches Denken und Handeln bei Mitarbeitern und Teams steigern
  • Kommunikation und Fairness sicherstellen
  • Eigeninitiative, Unternehmertum anregen und Empowerment fördern durch Mentoring, Coaching und Supervision

Methoden im Training

  • Umsetzung von transformationaler Führung in praktischen Übungen
  • Fallarbeiten und Supervision
  • Kreativitätstechniken
  • Trainerinput, Gruppen- und Einzelarbeiten
  • Fragebogen/Test

 

(Texte und Bilder teilweise aus Wikipedia)